Markertraining – dein Trainings-Plus für Pferd und Mensch
Zähneputzen auf dem Kooperator

Ponys Kopfstütze

Wenn beim Pony Zahnpflege ansteht, ergeben sich – neben DCs allgemeiner Ablehnung aller manipulativen Maßnahmen – auch ein paar technische Herausforderungen. Zum Beispiel wäre mir wichtig, dass der Pferdebaffi seine Position nicht verändert, wenn ich mit spitzen zahnärztlichen Gegenständen die Zahnzwischenräume und ggf. auch Zahnstein bearbeiten möchte.

Mit solchen Werkzeugen abzurutschen und womöglich im Zahnfleisch zu landen, wäre nicht nur im Hinblick auf die beabsichtigte Reinigung kontraproduktiv.

Zum Glück hat die Steigerwald.T Kreativabteilung einen genialen Einfall gehabt und ein sehr patentes Hilfsmittel erfunden, den sogenannten Kooperator. Das ist eine höhenverstellbare Ablage für den Pferdekopf mit Doppelfunktion: Zum einen hat der Ponykopf auf der Ablage festen Halt, und zum zweiten nutzt das Pferd das Gerät als Kooperationssignal um mitzuteilen, dass es bereit ist für den nächsten Durchgang. Daher auch der Name „Kooperator“. Sehr praktisch.

In unserem kleinen Improvisationstheater besteht der Kooperator im Moment noch suboptimal aus einer aufgerollten Isomatte und einer Sackkarre, bis wir uns Nina Steigerwalds Profi-Version organisiert haben.

Sehr vorhersehbar betrachtete DC die Kopfstütze zunächst als Nasentarget. Auf Nasentargets aller Art haben wir eine äonenlange Verstärkungsgeschichte. Ohne „Nachhilfe“ wäre die Lütte im Traum nicht auf die Idee gekommen, die Nase über die Ablage zu lupfen. Aus der Fülle der Trainings-Tools haben uns fürs Targettraining entschieden, um DCs Ansichten über den Kooperator zu ändern.

  1. Das Target veranlasst das Pony, die Nase über den Kooperator zu heben
  2. Die Wahl des Futterpunkts hilft, den Ponykopf der gewünschten Zielposition anzunähern, bis schließlich die Unterkieferäste auf dem Kooperator aufliegen
  3. Ausschleichen der „Assistenz“ durch das Target, bis das Pony eigenständig den Kopf auf der Stütze platziert

Es hätte andere Trainingswege geben, weitere 499, um genau zu sein. Wer Lust hat, kann sich ja mal überlegen, welche das sein könnten. Eine weitere Denksportaufgabe wäre zu ermitteln, welche Zwischenschritte wir uns hätten sparen können auf unserem Weg. Hätte ich das Ziel-Setting im Blick behalten, hätte ich einige Durchgänge weglassen können. Aber erst bei der Durchsicht des Trainingsvideos bin ich darauf gestoßen, dass wir statt der 10 Minuten Trainingszeit, die wir gebraucht haben, auch mit der Hälfte der Zeit hätten auskommen können.

Nachdem DC mit dem Kooperator etwas anzufangen wusste, ging’s dank der bereits geleisteten Vorarbeit in Sachen Maulhygiene flott voran.

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