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Pony-Kracher Teil 10

Pony-Kracher Teil 10

DC, do it yourself!

Ja, kaum zu glauben, wir hühnern noch immer mit der PET-Flasche herum. Weil mir vom Zusammendrücken der Flasche die Hände lahm werden, bitte ich DC um Mitarbeit. Sie kann den Lärm zu Übungszwecken ja auch mal selbst erzeugen. Es gibt im Internet Präzedenzfälle dazu.

Doch das geht aus ihrer Sicht zu weit. Außerdem haben wir eine Wahnsinns-Belohnungsgeschichte auf Dauer am generalisierten Nasentarget. Die Idee dahinter war natürlich super: Wir können nahezu beliebige aus ihrer Umgebung herausstechende Dinge zum Ponyparkplatz machen. Es hat uns auch hervorragende Dienste in DCs Selbst-Desensibilisierung geleistet.

Doch wie’s im Training halt immer so ist – früher oder später bekommt man die tolle Gelegenheit, sich mit den stets vorhandenen Nachteilen seiner Trainingshistorie auseinander zu setzen. Dieser Moment ist jetzt. Statt mit der Flasche Geräusche zu machen, hält Dísi ihr entzückendes Näschen an das Plastik und wartet mit gespitzten Ohren. Worauf? Auf den Click, der beim Daueraufbau bekanntlich mit zum Teil erklecklicher Verzögerung kommt.

Ein bisschen Locken hilft uns über diesen unseligen Punkt hinweg. Mehr als einmal. Mit einem hübschen Mix aus Locken, Shapen und Einfangen erkläre ich dem Islandmädchen, dass in dieser Runde „Do-it-yourself-Lärm“ gefragt ist. Bis daraus allerdings ein promptes, zuverlässiges Verhalten wird, werden wir noch ein paar Male auf die Flasche treten müssen.

Pony-Kracher Teil 9

Pony-Kracher Teil 9

„Was machst du da…?“

Nur weil das Flaschengeknister überm Ohr ok ist (Pony-Kracher 8), heißt das aus DCs Sicht noch lange nicht, dass die Flasche unterm Bauch nicht doch plötzlich gefährlich werden könnte. Ihr misstrauisch abgeklapptes Ohr und die Bogenspannung in Hals und Kopf sprechen Bände.

Und selbst wenn ich nicht in der Lage wäre, ihre Körpersprache zu verstehen, hätte ich immer noch das Kooperationssignal – oder vielmehr: Ich hätte es eben nicht. Bei der Evaluierung „Flasche unterm Bauch“ entfernt sich die Ponynase flugs vom Püschel. Meine Arbeitsampel springt auf rot.

Weiß der Wüstenwind, was DCs Memory-Moleküle über solche oder ähnliche Situationen abgespeichert haben mögen – über das Geräusch, die Armbewegung oder beliebige andere Aspekte der aktuellen Szene. Über einen großen Teil ihres Lebens weiß ich so gut wie nichts. Spielt auch keine große Rolle; wir schauen uns an, wo wir heute stehen, und arbeiten von hier aus Richtung Zukunft.

Diese Zukunft beinhaltet, dass ich wenig später grünes Licht für Flaschenknistern unterm Bauch bekomme.

Steigerwald.T Silvesterchallenge Teil 8

Pony-Kracher Teil 8

Pferdeschreck: PETbottulus communis, die Gemeine PET-Flasche

Mitunter wundert man sich, wie weit die Ermessensschere zwischen Pferd und Mensch auseinander klafft. Meine persönliche Einschätzung des Gefahrenpotentials einer PET-Flasche war – null. Abgesehen vielleicht vom Umweltschaden unseres Plastikwahnsinns.

DC hingegen kam zu einer ganz anderen Einschätzung, was dazu führte, dass aus einer „Das-fackeln-wir-mal-kurz-ab“-Session gleich drei vollständige Beiträge zum Thema Steigerwald.T Silversterchallenge wurden. Alle drei mit ein und derselben PET-Flasche, wohlgemerkt.

Worin bestanden die Challenges? In unterschiedlichen Raumrichtungen (seitlich/oberhalb und unter dem Pferd) sowie meiner Unverfrorenheit, DC zu fragen, ob sie den Lärm nun bitte mal selbst erzeugen kann, wie ihr großes Vorbild Wolfgang.

Hier zunächst Teil 8, die PET-Flasche greift das Pony von oben an.