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Frontlader – Gewichtsspiele

Wippen immer wieder neu erfunden

Schon wieder wippen…? Könnte man meinen, dass es irgendwann langweilig wird, oder zu einseitig als Muskeltraining. Oder keine neuen Herausforderungen mehr bietet für die Balance.

Weit gefehlt.

Selbst wenn wir den Reiter als Steigerung des Schwierigkeitsgrads außer Acht lassen, sind die Variationen auf der Steigerwald.T-2000 nahezu unerschöpflich.

Da gibt es beispielsweise den Trainer als unkalkulierbaren Ballast auf der Wippe. Oder unterschiedliche Positionierungen des Ponys. Oder Abwechslung in den Hufpositionen. Oder…. der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Go kipp your wipp and have fun!

Zu zweit auf der Pferdewippe

Wipp de deux

Zweisam im Einklang

Wipp de deux – ein anspruchsvolles Element im Ballet, auf dem Extreme Trail eine Mutprobe, auf den Steigerwald.T Pferdewippen begeisterndes Ganzkörper-Workout.

Unter anderem. Aber in erster Linie Spaß pur und helle Freude nicht nur für den Menschen. Auch das Pony kann es kaum abwarten, endlich wieder auf die Wippe zu dürfen.

Die effektive Gymnastifizierung ist eigentlich nur ein netter Nebeneffekt. Wichtig sind ganz andere Dinge…

Tiefes gegenseitiges Vertrauen.
Gemeinsam ins Gleichgewicht kommen.
Sensibel aufeinander eingehen und sich synchron bewegen.

Zwei werden eins. Hier liegt die wahre Magie.

DC wird Selbstlader

Sonderblog Hängertraining Teil 7 – Tschüss!

Zwei Monate Pause

Nach zweimonatiger Pause geht’s mit dem Hängertraining weiter. Ob DC in der Zwischenzeit alles vergessen hat? Ihre Hängerphobie wieder die Oberhand gewinnt? Wir werden sehen.

Der letzte Schritt vor der Pause war gewesen, die Pylone als Nasentarget abzubauen und stattdessen den Knoten eines ansonsten ungenutzten Anbindestricks im Bug des Hängers zum Nasentarget zu machen. So weit, so gut.

Evaluierung nach der Auszeit

Wir marschieren wie gewohnt auf den Hänger los – und gehen rauf. Ein kleines bisschen gutes Zureden, und wir sind oben. Schön zu sehen, dass DC das Training in so guter Erinnerung hat – offenbar auch wörtlich.

Es fluscht – wir gehen über zur „Freiheitsdressur“

Es wird der Tag kommen, an dem wir das Manipulieren der Rampe üben werden. Da ich noch immer keinen Co-Trainer habe und alles selbst machen muss, wird unser nächster Trainingsschritt zwangsläufig, dass die vorsichtige Ponydame lernt, allein auf dem Hänger stehen zu bleiben, während ich unkontrolliert in der Gegend herumlaufe. Das fällt ihr anfangs nicht so leicht.

Die Unabhängigkeit als Ziel 😉

So gehe ich mal links und mal rechts Richtung Heck, erst nur ein bisschen, dann ein bisschen weiter – und auch mal ein bisschen zu weit. Sie legt den Rückwärtsgang ein.

Dann klettere ich durch die kleine Fronttür hinaus. Die Maus bleibt brav stehen – Click und Danke!

Der Traum vom „Selbstlader“

Wäre es nicht praktisch… …wenn DC allein hinaufgehen würde? Wo es grad so schön läuft, das Pony?

Also entscheide ich mich nach all dem splitting* spontan für eine Runde lumping* und gehe beim nächsten Anlauf links am Hänger vorbei, statt mit DC zusammen die Rampe hinauf.

Verdutzt schaut sie über die Reling, wohin sich ihr sonst so zuverlässiges Zweibein verdünnisiert. Dann geht sie doch bis nach vorn durch und bekommt ihren Click für so viel Mut.

So kann’s gern weiter gehen

Wir feilen weiter daran, ein bombensicheres Stehpferd zu erclickern, um mir den nötigen Bewegungsfreiraum zu verschaffen.

Wie lange?

Ganz einfach. Bis mich ein zufriedenes Pony von der Aussichtsplattform anschaut und im übertragenen Sinne sagt: „Coole Übung. Kannst gern länger wegbleiben…“


*Fußnote – Theoriealarm

Splitting und Lumping – was ist das für ein Humbug?

Beide Bezeichnungen gehören ins Trainerlatein und bezeichnen gegensätzliche und doch miteinander verwobene Vorgehensweisen – ein bisschen wie das Yin-Yang-Zeichen.

In aller Kürze erklärt:

Splitting bedeutet, das Training in kleine, noch kleinere und allerkleinste Schritte zu zerlegen mit dem Ziel, dem Tier ein fehlerfreies und damit schnelles und frustfreies Lernen zu ermöglichen.

Lumping bedeutet, auf Schlag einen großen, größeren oder sehr großen Trainingsschritt – also eher einen Sprung zum machen. Wenn der Trainer in der Lage ist, das Tier und alle aktuellen Einflussfaktoren perfekt einzuschätzen und den Sprung zum exakt richtigen Zeitpunkt macht, lässt sich der Trainingsweg dadurch immens verkürzen. Verschätzt sich der Trainer jedoch, wird’s ein klassischer Knieschuss, der das Training im günstigsten Fall nicht voran bringt, schlimmstenfalls aber auch weit, weit zurückwerfen kann, wenn das Tier durch den Sprung verunsichert und/oder verwirrt wird. Kein Licht ohne Schatten, woll?

Riverdance mit Pferd

Making of: Riverdance mit Pferd, Teil 1

Der Traum vom Tanzen

Dieses Verhalten fasziniert mich, wann immer ich es in einem Videoclip sehe; zuletzt beim Dreamteam Christin Brümmer mit ihrem Johnny. So träume ich schon lange davon, mit DC zu tanzen.

Was man allerdings viel zu selten sieht, ist ein Video, das den Trainingsweg zeigt, den der Trainer mit seinem Pferd gegangen ist. Rein theoretisch könnte es davon Dutzende geben. Was sage ich – Hunderte! Zitat Viviane Theby, dem Sinn nach: „Es gibt 1000 Wege, ein Verhalten zu trainieren. 500 davon sind tierschutzrelevant. Unter den anderen 500 können wir frei wählen.“

DCs Clip zeigt euch den Anfang des Weges Nr. 473 zum Riverdance mit Pferd. Der Mitschnitt hat Überlänge, enthält neben den guten YES-Momenten auch Fehleinschätzungen und Fehlentscheidungen des Trainers und ist eben nur ein Weg von 500 möglichen. Auf geht’s.
 

Lebe deinen Traum.

Riverdance mit dem schönsten, liebsten, großherzigsten, intelligentesten, eigenständigsten usw. Islandmädchen der Welt. (Wie gut, dass wir keine Labels vergeben)

Starte jetzt sofort.

Sonntag, 28.07.2019, beim Stalldienst zwischen Raufen auffüllen und Abäppeln.

Starte dort, wo du gerade stehst.

Im Unterstand des Zweitpaddocks.

Starte mit dem, was du gerade hast.

DC. Einen Clicker. Eine Futtertasche. Ein Handy zum Filmen. Ein Schultertarget, das die Vorderhand mit einer beliebiger Beinfolge nach innen wendet.

Einheit 1

Aller Anfang ist schwer? Ganz sicher nicht. Warum sollte er?
Schließlich arbeiten wir mit Markertraining und haben bei Nina Steigerwald gelernt, unsere Verhaltens-Toolbox zu benutzen, einen Trainingsplan zu schreiben und das praktische Training auszuwerten als Grundlage für den nächsten Durchgang.

Think. Plan. Do. Thank you, Bob
Repeat. Damit’s vorangeht.

Am Anfang steht das Kreuzen der Vorderbeine. Das Schultertarget verschiebt den Schultergürtel des Pferdes. Wir benutzen das Schultertarget im Alltag zum Rangieren. Deshalb war es bislang egal, wie das Pony die Füße setzte. Für die Tanzeinlage hingegen soll ausschließlich das äußere über das innere Vorderbein kreuzen.

Die Grobplanung sieht vor:

In Führposition links
Stufe 1. Verfeinern des Schultertargets – auf Signal „Schultertarget“ das äußere Bein kreuzen

Stufe 2. Signalumbau – NeuVorAlt (Aküfi für Maulfaule). Das neue Signal wird vor das alte gesetzt: Kreuzendes Menschenbein – Schultertarget -> Pferdebein kreuzt. Das wiederholen wir, bis DC das Verhalten vorwegnimmt („Ich weiß schon, was gleich kommt!“ Super, kleine Schlauschnäcke). Jetzt können wir das neue Signal benutzen.

Stufe 3. Entkreuzen der Beine, das Spielbein kehrt in die Ausgangsposition zurück. DCs Standardverhalten wäre beim Schultertarget, das Standbein nach innen nachzusetzen. Stattdessen soll sie aber in NormallNull zurückkehren. Um den Ablauf generell intus zu bekommen, haben wir von Anfang an den Futterpunkt genutzt, um nach dem Kreuzen in die Startposition zurückzukehren. In den ersten Sequenzen erkennt man gut, dass es DC schwerfällt, das gewohnte Verhaltensmuster aufzubrechen und Gewicht und Spielbein stattdessen zurückzuverlagern.
Am Ende der Einheit bekommt sie den Click für das Zurücksetzen des Beins.

Stufe 4. Sowie DC die Bewegungsfolge prompt und flüssig ausführen kann, werden wir uns dem Seitenwechsel widmen, und das Spiel beginnt von vorn. Warum das so ist, kann man humorvoll und leicht verständlich bei Marlitt Wendt nachlesen Ein kluger Kopf unter jedem Schopf – eine klare Leseempfehlung für jeden Pferdefreund.
 

Zukunftsmusik

Zusammensetzen beider Seiten. Hinzufügen weiterer Figuren. Der Fantasie freien Lauf lassen.

Wann wir die Zeit finden werden, den Riverdance weiterzuverfolgen, steht in den Sternen, aber solange der Traum vom Tanzen da ist, geht der Trainingsplan dafür nicht verloren.

Platz ist in der kleinsten Hütte

Sturm? Regen? 36° im Schatten?

Wetterunbilden gibt’s in vielen bunten Varianten – sierra-leone-heiß, everglade-verschlammt, K2-hoch eingeschneit, kap-horn-verstürmt.

Als Hardcore-Offenstaller ohne Halle mache ich mir öfter mal Gedanken über die praktische Durchführung unseres täglichen Trainings. Und greife, wenn die Wetterbedingungen ungemütlich werden, regelmäßig zu Nina Steigerwalds XXS-Wippe, weil sie beim Pony trotz der Kraftanstrengung seeehr beliebt ist und überall ein Plätzchen findet.

Was die Steigerwald Kufenwippen in meinen Augen so wertvoll macht, ist das physiologische Kufenkonzept. Dadurch entsteht eine gelenkschonende Rollbewegung, die enorm hohe Anforderungen an Muskulatur, Grob- und Feinmotorik sowie Gleichgewichtsleistung stellt.

Diese Eigenschaften machen Kufenwippen zu einem universalen Trainingsgerät für die Reitpferdemuskulatur.

In der Physiotherapie und Reha können die Wippen „unterfüttert“ werden. Sie bekommen dadurch einen kleineren Kippwinkel und lassen sich stufenlos der mit dem Training wachsenden Bewegungskompetenz des Pferdes anpassen.

Je nach Verhältnis vom Kufenradius zur Wippenlänge variiert die für die Wippbewegung notwendige Auslösekraft. Das bedeutet praktisch: Je höher und kürzer die Kufe im Verhältnis zur Wippenlänge, desto leichter kippt die Wippe und die Schaukelbewegung wird schneller = für das Pferd anspruchsvoller auszubalancieren und zu kontrollieren.

Übersicht Steigerwald.T Pferdewippen

WIPPELÄNGE, BREITEGEWICHTPREIS
T-2BW80×30 cm9 kg179 €
T-1000100×50 cm16 kg299 €
T-1250125×50 cm24 kg439 €
T-1500150×60 cm42 kg549 €
T-1500 Edelstahl150×60 cm42 kg1.199 €
T-2000200×60 cm55 kg779 €
T-2000 Edelstahl200×60 cm55 kg1.399 €
T-3000300×60 cm100 kg999 €
T-3000 Edelstahl300×60 cm100 kg1.699 €

Weitere Informationen findet ihr auch auf Nina Steigerwalds Webseite.

Hängertraining unter Ablenkung

Sonderblog Hängertraining Teil 6

Hängerphobie-Training unter Ablenkung

Feuer, Trecker, Flatterplanen, Bagger, Motorsäge und eine nordisch steife Brise – gemäß Trainingsplan hätte ich noch keine Ablenkungen einbauen wollen.

Also ändern wir den Plan und verkleinern die Trainingsschritte.

Das Pylonen-Nasentarget wandert einen guten halben Meter weiter vor und ich verstärke „Schritte auf den Hänger“ sowie „Berühren des Nasentargets“ mit einer höheren Rate und Wertigkeit.

Auch wenn das Ponymädchen sich immer mal wieder nervös nach all den schlimmen Dingen umschaut, erreichen wir am Ende doch unser Ziel, mit der Pylone bis ganz nach vorne durchzuwandern.

Ziehung Tippspiel Mai19

Ziehung Tippspiel Verladetraining Mai19

DC zieht unter den Email-Einsendungen mit der richtigen Antwort den Gewinner (m/w/d)

Ziehung des Tippspiel-Gewinners

Als Lostrommel diente ein großer Eimer, die „Lose“ waren kleine Leinensäckchen mit ein bisschen Füllstoff und einem Zettel, auf dem der Name des Absenders jeweils einer Email-Einsendung mit der richtigen Antwort stand.

Der Eimer mit den Säckchen wurde vor der Ziehung mehrfach kräftig geschüttelt, um die Chancengleichheit sicherzustellen.

Das gültige Los war dasjenige, das DC bei der Ziehung am längsten zwischen den Zähnen hielt.

Der Gewinner (m/w/d) wurde noch am gleichen Tag per Email von uns benachrichtigt und hat die Wahl zwischen einer Trainingseinheit mit Nina Steigerwalds Spezialhänger und der DVD „Horse Agility“ von Nina Steigerwald.

Danke an alle Teilnehmer (m/w/d) fürs Mitmachen!

Tippspiel Lösung

Sonderblog Hängertraining Teil 5 – Die Lösung

Des Tippspiels Lösung

Die Frage unseres Tippspiels „Verladetraining Mai19“ lautete: Wird DC den Hänger mit allen vier Hufen betreten?

Das Video zeigt die Antwort:

Ja, sie macht’s.

Zum ersten Mal seit sie begann, das Verladen vollständig zu verweigern, klettert sie am zweiten Trainingstag nach den Evaluierungen mit allen vier Hufen auf den Hänger.

Während dieser zwei Trainingstage ist das Nasentarget (Stoffpüschel auf Pylone) in 10-cm-Schritten Richtung Bug gewandert. Wir haben jede Trainingsstufe in fünf Durchgängen erarbeitet und überprüft und sind jeweils bei einer Erfolgsquote von 100% zum nächsten Schritt übergegangen.

Um mit dem Zählen nicht durcheinander zu kommen, hatte ich fünf Apfelstückchen für jeden Trainingsschritt vorbereitet, einen Apfel-Tally sozusagen zur Entlastung des Hirns 🙂

Der Apfel-Tally erspart das lästige Mitzählen der Durchgänge

Der nächste Trainingsschritt wird sein, das Nasentarget bis in den Bug wandern zu lassen.

Der Blick in die nähere Zukunft:

  • Umbau des Targets vom Pylonenpüschel zum Anbindeknoten
  • Signaldiskriminierung zwischen „Bitte alle aussteigen“ und „bleib ruhig stehen, während sich der Trainer bewegt“
  • 90-Sekunden-Daueraufbau für „entspanntes Stehen“
  • Querstange an der Hinterhand als Signal, ruhig stehen zu bleiben
  • die Geräuschkulisse der Hängerteile
  • …. u.v.v.v.v.v.a.m.

Wir werden euch in unserem Sonderblog Hängertraining über die weiteren Trainingsfortschritte auf dem Laufenden halten.

Verlosung

Unter den Email-Einsendungen mit der richtigen Antwort verlost unser Ponymädchen ein kostenloses Probetraining mit dem Steigerwald.Trainingshänger im Umkreis von 50 km um ihren Heimatstall Ahrensfelde oder für diejenigen, die weiter weg wohnen oder an dem Training kein Interesse haben, die DVD „Agility mit Pferden“ von Nina Steigerwald.

Bis zur Auslosung bitten wir noch um etwas Geduld: Die Ziehung findet wegen der Fortbildungssucht von DCs zweibeinigem Trainingspartner erst am 16. Juni statt. Wir benachrichtigen den Gewinner (m/w/d) direkt im Anschluss per Email.

Den Rechtsweg schließen wir ausdrücklich aus.