Stichwörter Pferdewippe

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Nachweis einer leichten Schulter

Die Waage schlägt zum Heck hin aus

Überprüfung des relativen Gewichts

Für den heutigen kleinen Beitrag sehen wir großzügig über reiterlich gut etablierte, biologisch-physikalisch unsinnige Formulierungsgigs wie „leichte Schulter“ hinweg und setzen zusätzlich voraus, dass jeder weiß, was damit gemeint ist.

Aus vielen naheliegenden Gründen wünschen wir uns eine leichte Schulter bei unserem Reitpferd. Die ist gar nicht so einfach zu bekommen und noch viel schwieriger zu erkennen. Worauf ist also zu achten?

Wir machen es uns einfach und greifen auf ein seit Jahrtausenden bewährtes Hilfsmittel zur Gewichtsbestimmung zurück: eine Waage, auf der wir das Gewicht der Schulter mit dem der Hinterhand vergleichen.

DC stellt sich freudig brummelnd als Testpferd zur Verfügung und turnt für uns auf der Waage.

Der Waagenausschlag ist eindeutig: Die Schulter hängt hoch in der Luft, der Ponypo klebt am unteren Totpunkt.

Damit ist der Nachweis erbracht: Wir haben eine leichte Schulter.

Hinweis: Das Verfahren ist zum Patent angemeldet.

Herbststimmung bei Faxis Wippen-Erstbesteigung

Faxi und die Pferdewippe

Herzenspony Faxi sagt „Hallo“ zur Steigerwald.T-2000

Über den Besuch bei Pfergo-Therapeutin Janin Richters und ihrem Herzenspony Faxi habe ich mich riesig gefreut. Zum einen verfolge ich Faxis Blog schon eine Weile, und zum anderen ist das Wippentraining eine hervorragende Ergänzung von Therapie und Aufbau pferdischer Bewegungskompetenz. Ich war gespannt zu sehen, wie der Islandbub auf die Wippe reagiert.

Von Haus aus ein kluges, vorsichtiges Pferd, eroberte Faxi die Wippe mit Bedacht. Beim Ausbalancieren sah man ihm seine Mattenerfahrung an, die leichten Bewegungen der motorradreifengebremsten Wippe fing er gut über die Rumpfmuskulatur ab.

Und weder Faxi noch mir konnte das nasskalte Dämmerungs-November-Wetter die gute Laune und den Spaß an unserem ersten gemeinsamen Wippentraining vermiesen. Nur das Handy fühlte sich von den schlechten Lichtverhältnissen und dem Dauerregen überfordert und lieferte unterirdisches Videomaterial 😉

Zwei Pferde und nur eine Pferdewippe

Pferdesalat – Augen im Hinterkopf

Bislang war es kein Problem, beide Wipp-Isis mit auf den Spielplatz zu nehmen und im Wechsel mit ihnen zu arbeiten: einer trainiert, einer nascht Grünes.

Doch offenbar hat sich die Einstellung der Pferde zu dieser entspannten Lösung geändert. Kaum fängt ein Pony an zu wippen, kehrt das zweite dem Gras den Rücken zu und möchte mitspielen.

Ich finde es immer wieder grandios, wie versessen die Pferde aufs Wippen mit Nina Steigerwalds Pferdewippen sind, obwohl es so anstrengend ist und so hohe Anforderungen an Gleichgewichtssinn und Motorik stellt.

Die kurzfristige Lösung clickt den Wipper fürs Bauchmuskeltraining und den Warteschleifler für Höflichkeit.

Mittelfristig schwebt mir eine sauberere Lösung vor wie z.B. eine weitere Wippe (T-1250). Oder auch eine Zwei-Pferde-Wippe, auf der beide Ponys Platz haben.

Als kostengünstigen Kompromiss nutzen die Ponys unsere T-2000 gemeinsam als Zweibeinwippe. Nun müssen sie nur noch lernen, ihre Bewegungen zu koordinieren, um das Gerät in Gang zu setzen.

Eingefangen: es kippt, es klickt, es wippt.

„Click das Pferd und nicht die Wippe“: Die entscheidende Minute vor dem ersten „Wipper“ in Nahaufnahme zum Mitschauen und Mitclicken

Seit einem guten viertel Jahr treffen Islandmädchen Lipurtá und ich uns regelmäßig zum Training. Es stehen viele verschiedene Punkte auf unserer Spaßliste, unter anderem die fortgeschrittene Herausforderung, auf Nina Steigerwalds Zweibeinwippe T-2BW das Ganzkörperwippen zu lernen.

So haben wir zunächst klein angefangen: 1 Huf auf die Wippe. Dann wurden wir mutiger: 2 Hufe auf die Wippe. Der dritte Huf kam in Bälde hinterher. Mit dem vierten, dem „Sicherheitshuf auf festem Boden“, haben wir uns erwartungsgemäß etwas intensiver beschäftigt.

Schließlich war es soweit, Lipurtá konnte mit allen vier Hufen auf die kleine Standfläche der Zweibeinwippe klettern und sich dort halten.

Im nächsten Schritt verschafften wir der Wippe etwas Spielraum, sie begann ein paar Millimeter nach vorn und hinten unter dem Pferdegewicht nachzugeben; aus wenigen Millimetern wurden im Laufe der Zeit gute drei Zentimeter pro Seite. Nun sieht man schon einen richtigen Wippenausschlag.

In dieser Session hat Lipurtá mich damit überrascht, dass sie das erfolgreiche Platzieren des entscheidenden VIERTEN Hufs mit fröhlichem Brummeln kommentiert hat, noch bevor der Click kam. Sie war sich ihrer Sache ganz sicher. Zu recht.

Das Video nimmt euch mit zu dem Moment, in dem das plietsche Ponymädchen ihren ersten aktiven „Wipper“ auslöst, keine leichte Aufgabe bei dem knapp bemessenen Platz, zumal sie die Fläche nicht einmal vollständig ausnutzt.

Die reine Netto-Trainingszeit mit der Wippe inklusive aller Vorarbeiten betrug bei und mit ihr bis hierher etwa drei Stunden.

Lipurtá auf der Steigerwald.T-2BW
Lipurtá hätte mehr Platz gehabt….

Dass es während unseres Trainingstreffens in Strömen gegossen hat, haben wir, glaube ich, beide nicht wahrgenommen.