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Die Bedeutung des Signalbilds

Signalbild reloaded

Um DC beim Training keine Schwimmflügel umbinden zu müssen, weichen wir mit unserem Slalom auf festen Boden aus Verbundstein aus. Aber.

Die Pylonen stehen wie immer – fünf bis sechs in einer Reihe, in der letzten Pylone steckt das Everst-hoch-verstärkte Nasentarget. Wir halten vor der Reihe, DC spielt „Schönstes Pony der Welt“ und bekommt zum Dank das Signal für den Slalom. Aber.

Verwirrt macht sie die erste Pylone zum Nasentarget. Schaut mich an. Denkt kurz darüber nach, die 2. Pylone zum Nasentarget zu machen, entscheidet sich um, bleibt bei der ersten stehen und hält das Näschen dran. Der Weg ist kürzer 😉

Was ist passiert? Warum ist das Biegepony „kaputt“?

Die Antwort ist einfach – es haben sich allzuviele Parameter ihres Signalbilds „Slalom laufen“ verändert. Mit dem neuen Ort haben wir eine andere Himmelsrichtung, einen anderen Untergrund, andere Störgeräusche, einen komplett anderen optischen Eindruck. Kurz gesagt: da stehen zwar die bekannten Pylonen, aber es ist nicht DCs Slalom. Also läuft sie ihn nicht. Es fehlt uns noch eine ausreichende Generalisierung.

Nun denn, machen wir uns daran, der Generalisierung ein weiteres Puzzleteil hinzuzufügen und üben den Slalom im Schnelldurchlauf unter den aktuellen Bedingungen. Das geht ratzfatz.

Und weil gerade Abenteuerwetter ist, beginnen wir auch gleich damit, den Slalom zu traben wie wir es später im Agility Parcours machen werden.

War unterm Strich doch gut, dass uns das neue Signalbild aus der alten Routine gerissen hat, oder?

Slalom Schritt für Schritt

Making of: Biegepony

Ist doch nicht so schwer. Oder?

DC soll lernen, einen Slalom zu absolvieren. Eigenständig, ohne bewusstes oder unbewusstes körpersprachliches Vorsagen vom Zweibein. Es führen viele, viele Wege zum Ziel. Wir haben uns für Weg Nr. 186 entschieden.

Teil 1 – Geh weg von mir

Damit DC einen Slalom allein laufen kann, muss sie zunächst einmal lernen, überhaupt irgendwo hinzugehen, ohne dass ich mitkomme. Das regeln wir über ein Nasentarget. Wie das funktioniert, ist auch eine spannende Geschichte, die aber ein andermal erzählt wird.

Slalom lernen - der Beginn
Slalom lernen – der Beginn

Teil 2 – die Hütchen kommen ins Spiel

DC kann nun also auf Signal von mir weg zu ihrem Nasentarget gehen. Wir stellen zwei Pylonen in Form einer versetzten Gasse auf, die so breit ist, dass DC nicht in Versuchung kommt, die neuen Pylonen zum Nasentarget zu machen und sich den Weg abzukürzen. Ihr wisst ja, bei Isländern ist BluTech Energiespartechnik Teil der Grundausstattung.

Teil 3 – es wird enger

Behutsam verjüngt sich die Gasse, im Idealfall so feinfühlig, dass DC gar nicht merkt, wie eng es wird. Die Hütchen wandern um ein bis zwei Fingerbreiten nach innen.

Slalom Schritt für Schritt
Slalom Schritt für Schritt

Teil 4 – die Hütchen kriegen Junge

Ein weiteres Hütchen kommt dazu. Ich stelle den Konus frohen Mutes mit ein bisschen Abstand auf – und verkalkuliere mich. DC kommt „durch den Tüdel“ und läuft außen an allen Pylonen vorbei. Zurück auf Null, Nachdenken, Plan ändern, Plan umsetzen oder kurz: Think. Plan. Do.

Es gäbe mehrere Möglichkeiten, die Aufgabe zu lösen. Ich entscheide mich, die Gasse vorübergehend wieder breiter zu stecken und bei der Hütchenzahl zu bleiben. DC dankt und geht wieder zuverlässig zu ihrem Target.

Teil 5 – Goto 3 and continue

Um Fingerbreite… genau. Bis alle in einer Reihe stehen. So der aktuelle Stand.
Das nächste Hütchen wartet schon auf seinen Einsatz. Und das nächste. Und das nächste…

Dísa lernt Slalom
Dísa lernt Slalom