Stichwörter Wippentraining

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Wippenvariationen auf der Pferdewippe Steigerwald.T-2000

Alte Muster immer wieder aufgerebbelt

Raus aus der Routine

Was dem Strickkünstler recht ist, kann dem Pferdefreund billig sein: Bestehende Muster verändern und neu entwerfen. In beiden Fällen ergeben sich wertvolle Variationen. Auch auf den Steigerwald.T Pferdewippen.

Diesem Ratschlag folgend hat DC ihre gut etablierte Wippbewegung auf aktiv einwirkendes Zusatzgewicht eingestellt, und Skorri sein vertrautes Bewegungsmuster auf passiven Extraballast angepasst. Beiden haben die Köpfe geraucht 🙂

Die gewohnten Routinen regelmäßig zu verlassen, ist nicht nur gut für den Körper; es macht auch ein extra-schlaues Hirn 🙂

True Stories: Ingrid und Joker

Ingrids Premiere auf ihrem eigenen Schaukelpferd

Kennengelernt habe ich Regine auf Hof Steigerwald bei einem Seminar zum Thema Medical Training. 

Mein herzensguter Tinkermix-Wallach Joker sollte lernen, sich wegen anhaltender Zahnfleischentzündungen durch eine Zahnfehlstellung die Zahnzwischenräume reinigen zu lassen. Zu dem damaligen Zeitpunkt völlig undenkbar für Joker. Doch wir haben diese Aufgabe mit Regines Hilfe gemeistert.

Heute ist Zähne putzen kein Thema mehr; das macht Joker quasi mit links.

Da Joker immer wieder kränkelte, stellte uns das Training oft vor gewisse Herausforderungen, aber Regine brachte mich auf die Idee, das Gerätetraining zu beginnen. Ich kaufte eine Steigerwald.T-1500, und Schritt für kleinen Schritt lernte Joker, wie viel Spaß das Wippen auf den Steigerwald.T Kufenwippen bringt.

Als netter Nebeneffekt unterstützt das Wippentraining die physiotherapeutische Behandlung von Jokers wiederkehrenden Problemen im Bewegungsapparat mit großem Erfolg.

Joker hat sich sehr verändert, seit wir das Wippen begonnen haben: Bauch und Rumpf sind kräftiger, Motorik und Balance haben sich deutlich verbessert. Joker kommt bei Geländeritten mit unebenen Untergründen viel besser zurecht, er stolpert nicht mehr.

Zusätzlich hat er sich auch im Umgang und im Wesen sehr positiv verändert. Ich habe meinen Buben für gewöhnlich als lernschwach vorgestellt, aber das ist Joker gewiss nicht – ich habe mich vorher ihm gegenüber offenbar nicht richtig ausgedrückt.

Er begreift mittlerweile unheimlich schnell, was von ihm gefordert ist, wenige Clicks reichen mittlerweile aus, um die richtige Idee zu erzeugen. Nicht zuletzt auch, weil er im Training immer die Möglichkeit hat, seine eigenen Ideen einzubringen, und seine Befindlichkeiten immer berücksichtigt werden.

Er ist mit dem Wippen und der positiven Verstärkung im großen Maße über sich hinaus gewachsen und strotzt vor Selbstvertrauen. Das macht sich für uns in Extremsituationen bemerkbar, dass Joker „die Fassung wahrt“ und nicht mehr explosiv reagiert.

Auch Jokers und mein Miteinander haben sich positiv verbessert. Er wartet nahezu jeden Abend am Tor auf mich, um endlich mit dem Training beginnen zu können. Dieses hohe Maß an Motivation habe ich mir lange gewünscht und nun schenkt Joker es mir jeden Abend aufs Neue.
 
Wir stecken zwar noch in den Anfängen des Wippentrainings, sind aber restlos mit dem Wippen-Virus infiziert. 

Aber wie gesagt, das sind ja nur Nebeneffekte. In erster Linie macht das Wippentraining einen Heidenspaß.

Denn es hat Click! gemacht 🙂

Ingrid S., Wasbek

Liebe Ingrid,

herzlichen Dank, dass ich euer beider Entwicklung begleiten und hautnah miterleben darf. Eure Entwicklung zu verfolgen, beeindruckt mich jedes Mal aufs Neue – wohl wissend, dass du den wichtigsten Faktor für die Verbesserungen gänzlich unerwähnt gelassen hast: die enorme Entwicklung, die du selbst durchläufst, die konstante Arbeit an dir selbst und an deinen Clickerfähigkeiten. Großes Kompliment!

Herzliche Grüße,
Regine

Muskeltraining für jedes Pferd

True Stories: Julia und Skorri

Unterstützung in der Reha

Skorri wippt !!!!!!

Hier seht ihr Skorri bei seiner Lieblingsbeschäftigung : WIPPEN

Durch lange Lahmheit mit vielen muskulären Problemen musste Skorri unbedingt gute neue Muskulatur aufbauen. Und das tut er nun kräftig mit Hilfe seiner wunderbaren Trainerin Regine Witten von Plus-R Pferdetraining Regine Witten.

Anfänglich fand er die Wippe entsetzlich gruselig und absolut nicht betretbar, aber durch das einfühlsame Clickertraining von Regine hat er sich zum richtigen Streber entwickelt….Es tut ihm so gut , er baut wieder Muskulatur auf und ist super ausbalanciert. Und wir trainieren weiter, es macht so eine Freude die Fortschritte zu beobachten.

Schaut doch mal auf Regines Seite vorbei, es lohnt sich. Vielleicht sucht ihr eine Trainerin auf dem Gebiet der positiven Verstärkung? Oder ihr wollt jemanden eine Freude machen, denn es ist bald Weihnachten…..

Skorri und ich sind so glücklich.

Julia Körner, www.silbertölter.de, Hamburg
Platzmangel auf der Pferdewippe

1250 mm Kuschelwippe

Signalbild. Ein Schreibfehler?

Ganz und gar nicht, sondern ein wichtiger, wenn auch mitunter schwer zu (er)fassender Punkt im Training. Es geht, wie der Name schon sagt, um ein Signal, ein kleines Stückchen Kommunikation zwischen zwei Teammitgliedern, inklusive des gesamten mit allen Sinnen erfassbaren Umfelds. Beispiel?

Wir stehen mit unserem Auto vor einer roten Ampel, beobachten die Verkehrsdisco gebannt, erhöhen die Körperspannung, als das gelbe Licht zusätzlich zum roten aufleuchtet, und fahren los, sowie die längerwelligen Leuchten erlöschen und GRÜN aufflammt.

Steht allerdings die gleiche Ampel als Blickfänger im Schaufenster einer Fahrschule, nehmen wir sie milde lächelnd zur Kenntnis, seufzen leise und erinnern uns vielleicht an die Heidenaufregung bei der Fahrprüfung… Ein und dasselbe Signal bekommt in einem anderen Umfeld eine andere Bedeutung und löst folgerichtig ein anderes Verhalten aus.

Genau das soll der Begriff „Signalbild“ plastisch vermitteln. Dísi kennt sich exzellent damit aus. Sie meint es gut mit mir und überprüft regelmäßig, ob ich auch noch nicht vergessen habe, was „Signalbild“ bedeutet.

So auch an jenem Abend, als ich mir in den Kopf gesetzt hatte Wege zu finden, mit ihr zusammen auf der Steigerwald.T-1250 zu wippen. Da ist nicht viel Platz für zwei. Man muss sich schon ein bisschen arrangieren. Neben ihr auf der Wippe zu stehen funzt nur, wenn ich mich an ihr festhalte. Sie wippt mit „Zug zur Linken“, einer neuen Art der Stabilisierung.

Zum Signalbild kommen wir, als ich auf der Wippe nach einem Sitzplatz suche. Ich war fest überzeugt gewesen, DCs längst generalisiertes Signalbild fürs Wippen sei, die Wippe unter den Hufen zu spüren. Wegen des Platzmangels muss ich halb unter das Pony kriechen. DC wippt nicht länger. Mensch taucht ab neben Pferd = Hufe geben? Knietarget…? Sie fängt an zu rätseln.

Mein Fehler, DC. Mit einer Handvoll Clicks und einem leicht entstellten Signal für den Crunch erkläre ich ihr ein zusätzliches Signalbild: „Kitzeln am Bauch auf der Wippe“ zählt ab sofort auch als Signalbild fürs Wippen. Nur an der B-Note müssen wir jetzt wieder feilen.

Wassertreten für Landratten

Der Ponypo tanzt

Als ob uns die Pferdewippen nicht ohnehin schon begeistern würden, lieferten mir jüngst Pferdeosteopathin Antje Tjarks (Pferdereha Friesland) und Wippenentwicklerin Nina Steigerwald bei dem Seminar „Pferdewippen & Osteopathie“ zwei Dutzend weitere gute Gründe, das Wippentraining gezielt weiterzuverfolgen. Interessierte können dieses spannende und höchst unterhaltsame Seminar sogar noch online und onsite buchen/besuchen.
 
Im Zuge dessen haben DC und ich uns mit den nächsten Schritten im Trainingsplan „Pferdischer Hüftschwung“ beschäftigt und sind ein hübsches Stück weitergekommen.
 
Aus den anfänglich unsichtbaren Gewichtsverlagerungen der Hinterbeine auf der Wippe entwickelt DCs schnuckeliger Ponypo Stück für Stück einen sexy Hüftschwung.
 
Das Beweisvideo belegt dabei auch gleich eine der großen Fallen beim Hinterhandwippen: ein zu großer Wippenausschlag, der das Pony unwiderstehlich dazu verleitet, die Ballen anzuheben. Das wollen wir ja gar nicht.
 
Fragt man sich, warum ich’s dann provoziert und zusätzlich auch noch verstärkt habe. Keine Ahnung? Doch, schon. Ich hab mich halt so unprofessionell dolle über den tanzenden Ponypo gefreut. Doch am Ende soll es natürlich eine physiologisch wertvolle Bewegung werden, sprich: eine Rotation des Beckens.
 
Nun, zumindest haben wir die neuronale Verdrahtung zwischen Hirn und Hanken ordentlich gefördert. Es kann nur von Vorteil sein, wenn DC bewusst wird, dass sie Hinterbeine hat, wo genau die sind und wie sie sie gezielt bewegen kann.

Gefahr im Pferdestall: Stallhalfter machen dick

Klarer Gewichtsunterschied

Die Wissenschaft hat festgestellt, festgestellt, festgestellt…

Stallhalfter machen dick. Diese erschreckende Schlagzeile lässt die Pferdewelt aufhorchen. DC ist entsetzt.

Was hat es damit auf sich?

Neueste wissenschaftliche Studien belegen: das herkömmliche Stallhalfter führt zu schleichendem Übergewicht.

  • Testpferd A – ohne Halfter
  • Testpferd B – mit Halfter

Beide Testpferde wurden zum direkten Vergleich auf eine Steigerwald.T Eich(en)waage gestellt. Selbst für das bloße Auge sichtbar senkt sich die Waage auf der Seite des Testpferds B deutlich weiter ab.

Rückschluss: Das Pferd ist schwerer.

Die Forsche(r) m/w/d resümieren: Halfter machen dick.

DC denkt sich: „Oder sollte – erstmalig in der Menschheitsgeschichte – eine korrekte Beobachtung mangels Weitblick einer Fehlinterpretation zum Opfer gefallen sein? „

Frontlader – Gewichtsspiele

Wippen immer wieder neu erfunden

Schon wieder wippen…? Könnte man meinen, dass es irgendwann langweilig wird, oder zu einseitig als Muskeltraining. Oder keine neuen Herausforderungen mehr bietet für die Balance.

Weit gefehlt.

Selbst wenn wir den Reiter als Steigerung des Schwierigkeitsgrads außer Acht lassen, sind die Variationen auf der Steigerwald.T-2000 nahezu unerschöpflich.

Da gibt es beispielsweise den Trainer als unkalkulierbaren Ballast auf der Wippe. Oder unterschiedliche Positionierungen des Ponys. Oder Abwechslung in den Hufpositionen. Oder…. der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Go kipp your wipp and have fun!

Eingefangen: es kippt, es klickt, es wippt.

„Click das Pferd und nicht die Wippe“: Die entscheidende Minute vor dem ersten „Wipper“ in Nahaufnahme zum Mitschauen und Mitclicken

Seit einem guten viertel Jahr treffen Islandmädchen Lipurtá und ich uns regelmäßig zum Training. Es stehen viele verschiedene Punkte auf unserer Spaßliste, unter anderem die fortgeschrittene Herausforderung, auf Nina Steigerwalds Zweibeinwippe T-2BW das Ganzkörperwippen zu lernen.

So haben wir zunächst klein angefangen: 1 Huf auf die Wippe. Dann wurden wir mutiger: 2 Hufe auf die Wippe. Der dritte Huf kam in Bälde hinterher. Mit dem vierten, dem „Sicherheitshuf auf festem Boden“, haben wir uns erwartungsgemäß etwas intensiver beschäftigt.

Schließlich war es soweit, Lipurtá konnte mit allen vier Hufen auf die kleine Standfläche der Zweibeinwippe klettern und sich dort halten.

Im nächsten Schritt verschafften wir der Wippe etwas Spielraum, sie begann ein paar Millimeter nach vorn und hinten unter dem Pferdegewicht nachzugeben; aus wenigen Millimetern wurden im Laufe der Zeit gute drei Zentimeter pro Seite. Nun sieht man schon einen richtigen Wippenausschlag.

In dieser Session hat Lipurtá mich damit überrascht, dass sie das erfolgreiche Platzieren des entscheidenden VIERTEN Hufs mit fröhlichem Brummeln kommentiert hat, noch bevor der Click kam. Sie war sich ihrer Sache ganz sicher. Zu recht.

Das Video nimmt euch mit zu dem Moment, in dem das plietsche Ponymädchen ihren ersten aktiven „Wipper“ auslöst, keine leichte Aufgabe bei dem knapp bemessenen Platz, zumal sie die Fläche nicht einmal vollständig ausnutzt.

Die reine Netto-Trainingszeit mit der Wippe inklusive aller Vorarbeiten betrug bei und mit ihr bis hierher etwa drei Stunden.

Lipurtá auf der Steigerwald.T-2BW
Lipurtá hätte mehr Platz gehabt….

Dass es während unseres Trainingstreffens in Strömen gegossen hat, haben wir, glaube ich, beide nicht wahrgenommen.

Islandmädchen Lipurtá lernt Ganzkörperwippen auf der Steigerwald.T-2BW

Nasentarget im Wippentraining

Islandmädchen Lipurtá hat sich auf die Reise gemacht, das Ganzkörperwippen auf der Zweibeinwippe Steigerwald.T-2BW zu lernen, ganz ähnlich wie Dísa im vergangenen Jahr.

Das Stütchen kennt aus ihrem Alltag beides, die konventionelle Ausbildung und den Zungenclick. Im Wippentraining wird die Isländerin ausschließlich positiv verstärkt.

Nach fünf Einheiten mit Grundlagentraining, die neben Höflichkeit und Mitgehen das generelle Betreten der fixierten Wippe mit erst zwei, dann drei, dann vier 🙂 Hufen beinhalteten, lernt Lipurtá zur Zeit, einen symmetrischen Wippenausschlag von etwa 2 cm auf der kleinen Standfläche auszubalancieren.

Der Targetstab erfüllt dabei eine Doppelfunktion; zum einen dient er als Verstärker für das Stehen auf der Wippe, zum anderen erlaubt er eine gezielte Beeinflussung der Kopfposition im Hinblick auf die Nasenhöhe und die Ausrichtung nach vorn anstatt zur Futtertasche. Als nettes Goodie gibt’s eine Festigung der Höflichkeit noch obendrauf.

Ein kaum zu verhindernder Nebeneffekt des clickertrainierten Wippens ist, dass sich Lipurtá inzwischen an den Eingang zum Reitplatz stellt, wann immer ein Zweibein auf dem Gelände ist, das – hoffentlich? – mit ihr auf die Wippe geht 😉