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Svea und Frekja - je besser das Training, desto intensiver die Beziehung

True Stories: Svea und Frekja

Wie wir von “Ähhh…” zu “YAYYYY” gekommen sind…

Svea und Frekja

Hallihallo, ich bin Svea und arbeite seit ungefähr zwei Jahren mit meiner Stute Frekja mit positiver Verstärkung. Regine hat mich gefragt, ob ich einen Beitrag zum Clickerfutter schreiben möchte und welche Erfahrungen ich damit gemacht habe. Also das wird jetzt kein ernährungswissenschaftlicher Beitrag, sondern eher ein Erfahrungsbericht. 🙂

Da Frekja ein Isländer ist und wie viele dieser Rasse zur Fettleibigkeit neigt, und zusätzlich zu dem Zeitpunkt, an dem ich mit den Clickern angefangen habe, 24h auf der Wiese stand, fiel die Wahl des Futters auf kleine Luzernepellets mit wenig Kalorien.

Auch war meine Click- und damit Futterrate sehr bescheiden.

Frekja hat zwar mitgearbeitet, aber ist auch immer wieder “ausgestiegen”, das heißt, sie ist weggegangen oder hat doch lieber gegrast.

Wenn wir draußen unterwegs waren, wurde dann auch irgendwann am Strick gezogen und wir waren beide frustriert.

Wenn ich sie vom der Weide geholt habe, kam sie mal mit und mal nicht. Kurz gesagt: Manchmal konnte ich sie überzeugen, aber oft genug war’s wie ein lautes “Ähhh, Svea… …ich hab grad nicht so wirklich Lust, hier ist Gras und dafür muss ich noch nicht mal was tun”.

Die Sorge darüber, das Frekja jeder Zeit weggehen könnte, hat mich oft dazu verleitet, zu früh zu clicken, oder ich habe oft ins falsche Verhalten rein gearbeitet, damit ich ihr Interesse behalte.

Das Training war also nicht wirklich effektiv. Oft genug war ich frustriert und mein Pony höhst wahrscheinlich auch.

Als ich dann im November 2020 mit Frekja zu Nina Steigerwald gegangen bin, bin ich von langweiligen Luzernen zu leckerem Bio-Quetschhafer übergegangen.


Die Veränderung war unfassbar.


Natürlich hat sich auch zeitgleich meine Clickrate deutlich verbessert, dennoch: Auf einmal kam Frekja von der Wiese auf mich zu gelaufen und ist nicht nur kurz gekommen, hat den Keks abgeholt und ist dann wieder gegangen. Nein, sie war aufmerksam bei mir, und ich konnte endlich effizient mit ihr arbeiten.

Dadurch dass der Hafer noch verlockender ist als das Gras, hab ich mich mehr getraut. Die “Mutticlicks” wurden weniger und das Training dadurch fairer und effizienter. Mittlerweile kommt Frekja frei mit mir mit, obwohl rechts und links frisches Gras wächst.

Ich weiß jetzt, dass ich Frekja viel leichter motivieren kann, wenn das Futter stimmt und sie es mag. Das Pferd entscheidet, was ein Verstärker ist und was nicht. Darauf habe ich früher nie geachtet, aber mir ist bewusst geworden, was der Verstärker für eine Auswirkung haben kann.

Mittlerweile merkt man, wie viel lieber, motivierter und energetischer Frekja dabei ist, wenn es Hafer und Spezialkekse gibt anstatt nur Luzerne. Dadurch zeigt sie viele beeindruckende Bewegungen und ist bemüht sich ihren “Click” zu verdienen, komme was wolle 😉 Trab, Gallop, Wippen, Sprünge… Es fühlt sich so an, als hätten wir auf einmal ganz neue Möglichkeiten und ein Grund ist, davon bin ich fest überzeugt, die Futterumstellung.

Natürlich habe ich auch viel übers Training gelernt und erfahren, aber der Hafer hilft, das Neugelernte mit einem motivierten Pony umzusetzen. Ich versuche es auf jeden Fall… wenigstens weiß ich jetzt mit Sicherheit, dass wenn Frekja doch geht oder “Ähhh, nein” sagt, es definitiv an mir und meinem Training liegt und nicht (mehr) am Futter. 🙂

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