Panikattacken beim Inhalieren

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Inhalieren mit einem Ultraschall-Vernebler

Panikattacken beim Inhalieren

Medical Training im Einsatz

Unsere neue Medical Training Video-Reihe „MT Spotlight“ zeigt in 30-Sekunden-Clips kurz und knackig, wie sehr man seinem Pferd mit Behandlungstraining helfen kann.

Der erste Clip handelt von der Verwandlung beim Inhalieren. Mit der Notwendigkeit zum Inhalieren konfrontiert, stellte sich schnell heraus, dass die Dampfmaske Panikattacken beim Pony auslöste.

Über Medical Training bekam das Pony seine Selbstwirksamkeit zurück und kann sich nun aktiv entscheiden zu inhalieren. Warum diese Umkehr so wirkungsvoll ist, kann sich jeder leicht vorstellen. Es ist der Unterschied zwischen „Los, mach das jetzt!“ (erzeugt häufig Gegenwehr) zu „Kannst du das bitte machen?“ (na klar, kann ich!). Wer wird schon gern zu seinem Glück gezwungen?

Mit ein wenig Übung kann ein geschicktes Pferd die Steigerwald Zweibeinwippe auch als Ganzkörperwippe nutzen

Nass, kalt, dunkel, keine Zeit? Ab in die Pferde-Muckibude

Kompletter Workout auf engstem Raum

Wer kennt das nicht? Die Tage sind kurz, nasskalt und dunkel. Auf dem Reitplatz sind drei von vier Strahlern kaputt, in der Halle (wenn man eine hat) reiten alle kreuz und quer durcheinander, der überdachte Zirkel ist dauerbesetzt und im Gelände wird jeder Schritt zur Schlammschlacht.

Abhilfe ist einfach: das Fitnesscenter-to-go für Pferde.

Steigerwald.T Oval, der Dreiachsentrainer (Video)

Steigerwalt.T Oval – der Dreiachsentrainer

Denn physiologisches Wippen ist 1a-Muskeltraining für den ganzen Körper, schont die Gelenke und sorgt für maximale Durchblutung im ganzen Pferdekörper vom Schopf bis zur Sohle. So weit, so hilfreich. Es kommt noch besser!

Deine Wippe passt in die Stallgasse, die Kranken-Box, unters Solarium oder in den Unterstand vom Offenstall. Ratzfatz aufgebaut, bekommt dein Pferd sein Workout, ohne dass dir die Füße am Boden festfrieren oder du im Dunkeln nur noch tasten kannst, ob die Biegung im Pferd wirklich passt.

Ganzkörperwippen auf der Steigerwald.T 1250 (Video)

Stteigerwald.T 1250

Schon 15 bis 20 Minuten alle zwei Tage erhalten und fördern die Grundmuskulatur, vor allem die kleinen Haltemuskeln entlang der vielgestressten Wirbelsäule, die sonst keine Reit- oder Bodengymnastik erreichen kann. Und selbst wenn die Zeit nur für ein 10 Minuten Workout reicht, kommt dein Pferd ins Schnaufen und hat sich rückenfördernd angestengt.

Der eigentliche Clou ist, dass Pferde jeder Couleur und jeder Größe ein komplettes Indoor-Workout absolvieren können, vom Schimmelshetty bis zum Großformat-Schecken.

Pferde-Fitnessstudio
Steigerwald.T 2BW – die Zweibeinwippe

Was brauche ich, um mit meinem Pferd Gerätetraining zu machen?

Um das Gerätetraining gewinnbringend nutzen zu können, braucht’s ein paar Grundvoraussetzungen des Pferd-Mensch-Teams:

  1. der Mensch lernt gutes Clickern
  2. das Pferd lernt das Clickern (geht meist seeehr schnell)
  3. Pferd und Mensch lernen die Grundlagen der Plus-R Freiarbeit
  4. das Pferd lernt, begrenzte, instabile Flächen zu betreten
  5. das Team genießt alle Vorteile des Gerätetrainings

Click für mehr Infos zu den Wippen und zur Ausbildung eines Wippenpferdes.

Medical Training mit Rhodesian Ridgeback Rüde Cooper

True Stories: „Cooper – der kleine Hund und die Fremden“

Medical Training wie beim Pony. Nur ganz anders.

Coopers Besitzerin Ingrid erzählt von ihrem Traumhund, der großen Herausforderung, vor der sie mit dem Rhodesian Ridgeback Rüden stand, und wie das Team die exquisite Aufgabe mit Bravour gelöst hat:


Der Traumhund, oder eben die größte Herausforderung…

Vor 2 Jahren kam der Wunsch nach einem Wegbegleiter auf, der mit bei uns im Haus wohnt – ein Hund sollte her. Wir haben uns lange Zeit gelassen, um die passende Hunderasse und den passenden Züchter ausfindig zu machen. Es sollte schließlich ein Hund aus verantwortungsvoller Zucht sein, der eine gute Welpenstube genießt und gesund ist.

Bei unserem Besuch beim Züchter haben wir uns einige Welpen angeschaut und dann kam der Rüde „Grün“. Es war um uns geschehen! Genau dieser Welpe sollte es sein. Er kam sofort zu uns, kuschelte ausgiebig mit uns und genoss unsere Nähe – der perfekte Hund, der auf den wunderbaren Namen „Cooper“ hören sollte.

Als der Kleine alt genug war, holten wir ihn beim Züchter ab, es war alles perfekt, eigentlich…
Mir der Zeit stellten wir fest, dass unser Traumhund charakterlich doch nicht so „konventionell funktioniert“, wie man es von einem Hund erwarten mag. Er ist insgesamt ein sehr, sehr unsicherer Typ, der Berührungen absolut nicht schätzt, außer von einem ganz begrenzten Personenkreis.

Sein unkonventioneller Charakter paarte sich leider mit Unmengen an Krankheiten, die uns dazu zwangen, sehr regelmäßig einen Tierarzt aufzusuchen, und der Hund musste sich den Behandlungen unterziehen.

Schnell lehnte Coop restlos alle Berührungen von Fremden ab. Er hatte gelernt, dass er sehr guten Erfolg damit erzielt, wenn er knurrt und bellt. Alle nehmen dann sofort ihre Hände von ihm.

Wir versuchten diverse Sachen, um ihn davon zu überzeugen, dass unser Besuch und andere Menschen doch nicht so schlimm sind. Man spielte mit ihm, fütterte ihn fleißig, aber sobald das aufhörte, duldete er Fremde nur noch. Wenn es jemand wagte ihn zu berühren brannten ihm regelrecht die Sicherungen durch.

Wir standen in einer Sackgasse – es musste dringend eine Lösung her – und vor allem eine ohne Strafe, denn das verträgt sein zartes Seelchen nicht!

So begannen Regine und ich unser Training mit Cooper.

Wir trainierten erst ein Kinntarget – der Hund war begeistert! Sein liebstes Futter und kein Druck.

Dann konnte ich bereits nach wenigen Tagen Training anfangen Coop zu erklären, dass er mich mit diesem Signal steuern kann. Legt er also sein Kinn auf mein Bein, beginnt die Behandlung (auch unangenehmer Art), hebt er sein Köpfchen aus dem Signal, hört sofort die Manipulation an ihm auf! Das Spielchen fand er noch besser! Plötzlich freute er sich riesig auf unsere täglichen Behandlungen: Ohren reinigen und bandagieren, Augentropfen, Zahnkontrollen usw.

Nach bereits drei Wochen intensivem Training hatte Coop seinen nächsten Termin zur Akupunktur. Die Termine zuvor waren ein Graus! Wir haben mit größter Mühe versuchen müssen den Hund ruhig und bei Laune zu halten. Insgesamt eine nervenaufreibende und stressige Situation.

Nun das das völlig anders aus. Ich empfing unsere Therapeutin, wies sie in den neuen Gebrauch des Hundes ein, bereitete die Liegefläche und die Futtertasche vor. Cooper war sowas von bereit! Er lag bereits auf seiner Decke, als ich noch mit dem Füllen der Futtertasche beschäftigt war. Sobald ich saß erhielt ich ein promptes Kooperationssignal und so starteten wir. Das absolute Highlight dieser Behandlung – wir konnten sogar Akupunkturnadeln setzen! Was für ein Glücksmoment!

Und es folgten weitere großartige Momente: kürzlich haben wir eine Allergiebehandlung bei einer, für Cooper, völlig fremden Person begonnen. Nach einer kurzen Einweisung konnte sie ihn völlig normal untersuchen!

Das wäre vor einem halben Jahr nicht einmal in unseren Träumen denkbar gewesen! Doch dank Regines unermüdlicher Unterstützung haben wir für unseren Hund und uns alles verbessern können. Oft mussten wir beim Training lachen, wenn Regine diverse Verrenkungen vor dem Hund gemacht hat, um alle möglichen Reize zu üben. Cooper und ich konnten es uns dabei auf einem Deckchen gemütlich machen – so macht Training Spaß! 

Ingrid S., Neumünster

Augentropfen in Freiarbeit

For your eyes only

Augentropfen für Dísi

„Augentropfen sind nun wirklich nicht schlimm,“ denkt man so als Mensch, dem klar ist, wozu man sie braucht und das der unangenehme Moment, in dem die kalten Tropfen den Augapfel treffen, schnell vorüber ist für einen guten Zweck.

Dieselbe Szene stellt sich aus Sicht eines Pferdes möglicherweise zunächst einmal ganz anders dar. Für ein Fluchttier ist die Sehkraft ein wichtiger Faktor in der Überlebensstrategie. Da scheint es ratsam, besonders gut auf die Erhaltung des Augenlichts zu achten. Je nach Vorerfahrungen fällt die Reaktion eines Pferdes, das unvorbereitet mit der Applikation von Augentropfen konfrontiert wird, mehr oder minder heftig aus. Das reicht vom Wegdrehen des Kopfes bis zum entschiedenen Rückzug aus der Situation.

Eine tierfreundliche Alternative zum Festbinden, zur Nasenbremse oder zum Sedieren (ja, all das gehört zum Augen-Alltag) ist es, dem Pferd über Medical Training zu erklären, bitte stillzuhalten, während es Augentopfen bekommt.

Bis Dísi das Träufeln mitgemachen konnte, haben wir eine Handvoll Meilensteine im Training erreicht.

  • Level 1: Wangentarget an der Hand
  • Level 2: Wangentarget an meiner Wange von hinten über meine Schulter
  • Level 3: Stehenbleiben, wenn ich gegen die Fahrtrichtung stehe (haben wir sonst im Alltag als Signal fürs Rückwärtsrichten)

Da die direkte Übertragung des Wangen-Wangentargets nicht möglich war, als Zwischenschritte:

  • Level 4a: neu eingeführtes Unterkiefertarget auf meinem Unterarm mit Futterpunkt in Zielposition
  • Level 4b: Unterkiefertarget auf meinem Oberarm mit Futterpunkt in Zielposition
  • Level 4c: Unterkiefertarget auf meiner Schulter mit Futterpunkt auf der Schulter
  • Level 5: Stillstehen und Kopf auf der Schulter lassen, wenn der Arm um den Kopf herum greift
  • Level 6: Stillstehen und Kopf auf der Schulter lassen, wenn die linke Hand ans Auge fasst
  • Level 7: Stillstehen und Kopf auf der Schulter lassen, wenn sich die rechte Hand mit den Augentropfen (AT) annähert
  • Level 8: Stillstehen und Kopf auf der Schulter lassen, wenn das Fläschchen mit den AT unmittelbar am Auge ist
  • Level 9: Stillstehen und Kopf auf der Schulter lassen, wenn 1 Tropfen Flüssigkeit ins Auge tropft
  • Level 10: Stillstehen und Kopf auf der Schulter lassen, wenn 2 oder mehr Tropfen Flüssigkeit ins Auge tropfen

Mehr zum Thema Medical Training für Pferde erfahrt ihr auch in Nina Steigerwalds kostenlosem Webinar der Steigerwald.T Academy:

Steigerwald.T Oval

Alkoholfreie Schunkel-Ei

„Die Drehscheibe“ hat es in sich

Ok, ich gebe zu, das Original der ZDF „Drehscheibe“ reicht mächtig weit in die Vergangenheit zurück, in die 60er des vorigen Jahrhunderts, um genau zu sein. Mir fiel nur grad kein anderer Aufhänger ein, denn es ist schon spät und eigentlich bin ich ja im Urlaub… Nun gibt es aber Themen, von denen ich einfach nicht loskomme, und Training gehört dazu.

„Die Drehscheibe“ also. Was genau trainieren wir eigentlich mit der Drehscheibe, aka dem Steigerwald.T Oval? Warum hat es bei uns den Spitznamen „Dreiachsentrainer“? Weil es mehr kann als nur schaukeln. Das Ei kann schunkeln, soll sagen, in jede beliebige Richtung abtauchen.

Der Witz an dem Oval ist die kleine Eichenholz-Halbkugel, auf der es montiert ist. Der geringe Durchmesser bedingt, dass die relativ kleine Standfläche schlagartig in alle Raumrichtungen kippen kann. Das Pony braucht nicht nur elastische Ganzkörperspannung, um sich auf der Plattform auszubalancieren. Jeder, der in der Reha mal auf einem Wackelbrett gestanden hat, weiß, was es für eine enorme Leistung ist, so ein Gerät zu betreten und darauf das Gleichgewicht zu halten. Es braucht zusätzlich kosmisches Körpergefühl, wieselflinke Reaktionen und ausgereifte Koordination von der süßen Nasenspitze zum Schweif.

Aber das ist noch nicht alles. Eine besonders hübsche Aufgabe ist es, das Oval aktiv und zielgerichtet zu bewegen. Das können Wippbewegungen in Längs- und Querrichtung sein, das 360°-Kreiseln auf der Gerätekante oder gar eine freie Rotation: das Pferd bringt das Oval in die Schwebe, hält es dort und dreht das freischwebende Ei. Dazu sind gut austarierte, blitzartige Ausgleichsbewegungen nötig mit präzise dosiertem Krafteinsatz auf isoliert arbeitenden Beinen.

Bislang ist die heiß begehrte Rotation des Ovals bei uns noch oft ein Zufallstreffer. Doch die wachsende Körperbeherrschung, die uns das Gerätetraining schenkt, macht sich schon jetzt bemerkbar in guter Koordination, Trittsicherheit und zunehmender Gelassenheit. Was sollte ein Pony noch schocken, das „Die Drehscheibe“ beherrscht? 

Gruseldecke

Deckentraining – drauf gepfiffen.

Neue Seite, neues Pferd

Nach nur 6-wöchiger Lieferzeit kam endlich ein neues Werkzeug, das ich schon lange mal ausprobieren wollte, um ein kurzes, prägnantes Markersignal UND zwei freie Hände zu haben: eine Pfeife. Präzedenzfälle für den internationalen Pfeifeneinsatz reichen 60+ Jahre zurück in die Vergangenheit. Da dieses Hilfsmittel bis heute einen festen Platz im Markertraining hat, muss wohl etwas dran sein 🙂

Nach einem kurzen Test, wie die Lütte auf das unangenehm schrille Geräusch reagiert (war kein Problem), habe ich mich durch unsere nächste Deckeneinheit gepfiffen und Vor- und Nachteile eruiert.

Klarer Vorteil: Volle Bewegungsfreiheit für alle Körperteile mit Ausnahme der Schnute. Was ein weiterer Vorteil ist: man sabbelt nicht so viel unnützes Zeug während des Trainings und beschränkt sich auf das Wesentliche.

Der Plan sah einen Seitenwechsel vor, das Auflegen, Überwerfen und Ausbreiten der Decke von rechts. Mir ist bei der Durchsicht des Videos einmal mehr aufgefallen, wie schwierig es sein kann, sich streng an das Kooperationssignal zu halten. Dabei wäre es so einfach:

BEOBACHTEN (dran oder nicht?) – ENTSCHEIDEN (nicht dran) – HANDELN (Abbruch). Mir klingelt konstant ein berühmtes Zitat im Ohr: „…simple, but not easy…“

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt, nicht wahr?

Wippenvariationen auf der Pferdewippe Steigerwald.T-2000

Alte Muster immer wieder aufgerebbelt

Raus aus der Routine

Was dem Strickkünstler recht ist, kann dem Pferdefreund billig sein: Bestehende Muster verändern und neu entwerfen. In beiden Fällen ergeben sich wertvolle Variationen. Auch auf den Steigerwald.T Pferdewippen.

Diesem Ratschlag folgend hat DC ihre gut etablierte Wippbewegung auf aktiv einwirkendes Zusatzgewicht eingestellt, und Skorri sein vertrautes Bewegungsmuster auf passiven Extraballast angepasst. Beiden haben die Köpfe geraucht 🙂

Die gewohnten Routinen regelmäßig zu verlassen, ist nicht nur gut für den Körper; es macht auch ein extra-schlaues Hirn 🙂

Pferde einsprühen

Huch-Monster-Alarm

Die Sprühflasche, das Huch-Monster

Hoffnung für Teams mit einem professionellen „Ich-bin-dann-mal-weg“-Tier.

Als wir anfingen zu trainieren, kam ich mit der Sprühflasche in der Hand nicht einmal in DCs Nähe.

Der Anfang unseres Trainings hatte streng genommen kaum etwas mit Einsprühen zu tun. Ich hielt Sprühflasche am angewinkelten Arm vom Pony weg auf Pferdeschulterhöhe in 5 Metern Abstand.

Und habe das Sprühgeräusch noch simuliert. Pfffffffft. Ich war nur froh, dass mir dabei niemand zugesehen hat. Fußbreite um Fußbreite näherte sich die Sprühflasche dem Pony an. Pffffffft.

Danach ging’s recht fix. Die ersten vorsichtigen Sprühstöße gingen in die entgegengesetze Richtung, bis wir parallel zu DCs Alabasterkörper sprühen konnten. Danach über DCs Rücken hinweg Richtung Kruppe. Da schwebte immerhin schon ein bisschen Nebel auf den Ponykörper herab. Die ersten echten Sprühstöße mit Fellkontakt akzeptierte das Pony dann bald darauf der Schulter knapp hinter dem Widerrist.

Nun ist, wie man im Video sieht, der Bereich auf 7 – 8 Uhr* immer noch hellgelb.


* Ihr kennt doch sicher die Uhrenübung von Nina Steigerwald? Mit dem Ponypo auf 12 Uhr, die Nase zeigt zur 6?